Die Nachrichten aus Tansania könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf Berichte von mangelndem Erfolg bei der Korruptionsbekämpfung folgen Meldungen über hoffnungsvolle Neubesetzungen von Schlüsselstellen im öffentlichen Bereich und bei den Nationalparkbehörden. Alarmierende Reporte über das katastrophale Dynamitfischen vor den Küsten unter den Augen der tansanischen Regierung stehen positive Berichte über das Aufblühen des frisch gegründeten Nationalparks Mkomazi an der Grenze zu Kenia gegenüber. Die diesjährige Jahrzehntedürre droht von übermässigem Regen abgelöst zu werden – dies im Zusammenhang mit dem El Nino-Phänomen. Das Aussterben einer Nashornunterart kann wohl nicht mehr verhindert werden, wogegen die Gruppe der Spitzmaulnashörner im Südwesten der Serengeti gedeiht und das Rhino-Wiedereinsetzungsprogramm von FSS-Partner Tony Fitzjohn im Mkomazi erfreuliche Fortschritte macht. Ebenso vermehren sich die afrikanischen Wildhunde im Rahmen des Aufzuchtprogramms in diesem Park. Dies stellt einen Kontrapunkt dar zum letztlich nicht aufgeklärten Sterben eines ganzen Hunderudels im Grenzgebiet zum Lobo im Norden der Serengeti. Ich wurde kürzlich gefragt, ob Afrikas Tierwelt noch zu retten sei. Ich kann diese Frage nicht überzeugt bejahen. Ich bin aber auch nicht bereit, sie zu verneinen. Lassen wir uns weiter anspornen – durch die kleinen, aber wichtigen Fortschritte, die immer wieder überall ersichtlich sind. In diesem Sinne empfehle ich Ihnen wärmstens unsere Weihnachtsspende zum Wohle der beiden aufstrebenden Nashornpopulationen in der Serengeti und im Mkomazi. Klar, dass beide Projekte durch den FSS begleitet und tatkräftig unterstützt werden. Ich wünsche Ihnen besinnliche Festtage und ein Neues Jahr, in dem viele Ihrer Hoffnungen in Erfüllung gehen. Dr.Bernhard Arnet, Präsident |